Allgemeine Informationen zur Blut- und Plasmaspende

Die Blutspende

Fünf Liter Blut zirkulieren etwa im Körper eines erwachsenen Menschen. Entscheidet der Spender sich für eine Vollblutspende, werden ihm 500ml Blut mit allen seinen Bestandteilen entnommen. Dieser Vorgang dauert in der Regel fünf bis zehn Minuten. Da der Körper nach der Spende einige Zeit braucht, um den Blutverlust auszugleichen, ist eine erneute Spende erst 8 bis 12 Wochen später wieder möglich.

Nach der Entnahme wird das Blut in der Verarbeitung in seine verschiedenen Komponenten getrennt. Über einen Filter werden zuerst die Leukozyten entfernt, denn sie könnten beim Blutempfänger unerwünschte Reaktionen des körpereigenen Immunsystems hervorrufen. Anschließend erfolgt mithilfe einer Zentrifuge und einen Seperators die Trennung der Erythrozyten vom Blutplasma. Gleichzeitig wird das Blut des Spenders im Labor auf Krankheiten untersucht: Bei einem negativen Testergebnis, erfolgt die Freigabe des gespendeten Blutes. Das gewonnene Erythrozytenkonzentrat kann dann Menschen bei Operationen oder hohem Blutverlust durch Verletzungen zugeführt werden.

Die Plasmaspende

Das Blutplasma ist eine klare gelbliche Flüssigkeit, die zu 90 Prozent aus Wasser und 10 Prozent aus gelösten Stoffen besteht. Anteilig hält das zellfreien Plasma etwa 55 Prozent am Blutvolumen.

Bei der Plasmapherese, so heißt der technische Vorgang der Plasmagewinnung, wird dem Spender in mehreren Zyklen Blut aus der Armvene entnommen. Das Plasma wird maschinell über eine kleine Zentrifuge in einer Glocke (PCS2, MCS+) oder über einen Filter (A200) von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und in einem Beutel gesammelt. Die Blutzellen werden anschließend dem Spender wieder zugeführt. Zusätzlich erhält der Spender meist eine Kochsalzlösung zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. Die Plasmaspende ist deshalb sehr schonend und kann wesentlich häufiger durchgeführt werden als die Blutspende. Eine Plasmaspende ist alle vier Tage bis zu einer Gesamtmenge von 28,5 Litern im Jahr möglich.

Dem Patienten kommt das Plasma entweder als daraus gewonnenes Medikament oder als Transfusion bei Mangel an Plasmaproteinen zum Beispiel nach großen Blutverlusten oder bei einer Blutungsneigung zu Gute.

 

 

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